Wert eines Orientteppichs ermitteln: Ist Ihr Teppich ein verborgener Schatz?

Viele Menschen besitzen einen alten Orientteppich, ohne zu wissen, was er wirklich wert ist. Ob geerbt, auf dem Flohmarkt entdeckt oder seit Jahrzehnten im Wohnzimmer: Handgeknüpfte Teppiche aus dem Orient gehören zu den am meisten unterschätzten Wertobjekten in deutschen Haushalten. Dabei erzielen gut erhaltene Perserteppiche, Keschaner oder Tabriz-Stücke bei Auktionen mitunter fünfstellige Beträge. Wer den Wert seines Teppichs nicht kennt, verschenkt im Zweifel bares Geld.

Orientteppich oder Maschinenware: Das ist der entscheidende Unterschied

Bevor es um den Wert geht, steht eine grundlegende Frage: Handelt es sich um einen echten, handgeknüpften Orientteppich oder um ein maschinell gefertigtes Imitat? Der Unterschied im Wert ist enorm.

Echte Orientteppiche werden in traditionellen Erzeugerregionen wie dem Iran, der Türkei, Afghanistan oder dem Kaukasus von Hand geknüpft. Jeder Knoten wurde einzeln gesetzt, oft von mehreren Webern gleichzeitig, über Monate oder Jahre hinweg. Maschinell hergestellte Teppiche hingegen sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, sind aber in der Regel wertlos als Sammlerstück.

Ein erster Hinweis: Schaün Sie auf die Rückseite des Teppichs. Bei handgeknüpften Stücken ist das Muster auf der Unterseite fast genauso deutlich sichtbar wie auf der Vorderseite, weil jeder Knoten einzeln durch die Kettfäden gezogen wurde. Maschinenware zeigt hingegen eine gleichförmige, glatte Rückseite.

Weitere Merkmale echter Handknüpfarbeit sind leichte Unregelmäßigkeiten im Muster sowie natürliche Materialien wie Wolle, Seide oder Baumwolle anstelle von Kunstfasern.

Diese Faktoren bestimmen den Wert eines Perserteppichs

Wenn feststeht, dass ein Teppich handgeknüpft ist, kommen weitere Kriterien ins Spiel, die den genaün Wert bestimmen. Kein Merkmal allein gibt Auskunft. Es ist immer die Kombination, die entscheidet.

  • Herkunft und Typ: Teppiche aus bestimmten Webregionen sind bei Sammlern besonders begehrt. Keshan, Tabriz, Isfahan, Qom oder Heriz aus dem Iran sowie Kazak aus dem Kaukasus oder türkische Hereke-Teppiche erzielen auf dem internationalen Markt regelmäßig hohe Preise.
  • Knotendichte: Je mehr Knoten pro Quadratzentimeter, desto feiner und in der Regel wertvoller ist ein Teppich. Bei Seidenknoten auf Seide können es mehrere Hundert Knoten pro Quadratzentimeter sein, was die Herstellung zu einer jahrelangen Meisterarbeit macht.
  • Material: Seidenteppiche sind fast immer wertvoller als Wollstücke. Besonders Seide auf Seide, also mit Seidenkette und Seidenflor, gilt als Krone der Teppichknüpfkunst. Auch Wolle auf Baumwolle kann hochwertig sein, wenn Qualität und Herkunft stimmen.
  • Alter und Patina: Antike Teppiche aus dem 19. Jahrhundert oder dem frühen 20. Jahrhundert erzielen bei Sammlern besondere Aufmerksamkeit. Die natürliche Patina, die sich über Jahrzehnte entwickelt, gilt als Qualitätsmerkmal und nicht als Makel.
  • Zustand: Fehlende Fransen, ausgebesserte Stellen oder Farbverblassung mindern den Wert zwar, schließen ihn aber nicht aus. Manche Abnutzungsspuren sind bei antiken Stücken sogar werterhaltend, weil sie Echtheit und Alter belegen.
  • Format und Muster: Bestimmte Muster wie das Medaillon, das Gartenmuster oder das Jagdmuster sind auf dem Sammlermarkt gefragter als andere. Auch ungewöhnliche Formate wie Galerieteppiche oder sehr großformatige Stücke können besonders wertvoll sein.

Orientteppich Wert ermitteln lassen: So läuft die Bewertung ab

Wer den Wert eines Orientteppichs selbst einschätzen möchte, stößt schnell an Grenzen. Selbst erfahrene Teppichliebhaber können Herkunft, Alter und Materialbeschaffenheit ohne Fachkenntnisse kaum zuverlässig beurteilen. Eine professionelle Bewertung durch ein Auktionshaus mit Expertise in diesem Bereich ist deshalb der sicherste Weg.

Das Auktionshaus Schreiber aus Niedernhausen bewertet Orientteppiche kostenlos und unverbindlich. Der Ablauf ist unkompliziert:

  1. Fotos einsenden: Sie schicken Fotos Ihres Teppichs, idealerweise Vorder- und Rückseite sowie Detailaufnahmen des Musters und der Fransen. Anhand der Bilder lässt sich oft bereits eine erste Einschätzung treffen.
  2. Kostenlose Erstbewertung: Unser Team prüft die eingereichten Fotos und gibt Ihnen eine ehrliche Rückmeldung. Keine versteckten Gebühren, keine Verpflichtungen.
  3. Besichtigung bei Bedarf: Bei größeren Sammlungen oder besonders wertvollen Stücken kommen wir gerne zu Ihnen, um den Teppich vor Ort zu begutachten.
  4. Einlieferung und Versteigerung: Entscheiden Sie sich für eine Versteigerung, übernehmen wir die komplette Abwicklung: Katalogisierung, Fotografie und Vermarktung an ein nationales und internationales Sammlerpublikum.
  5. Transparente Abrechnung: Nach der Versteigerung erhalten Sie eine klare Abrechnung über den erzielten Erlösen.

Perserteppich verkaufen: Warum eine Auktion mehr bringt

Viele Menschen, die einen Orientteppich verkaufen möchten, greifen auf Onlineplattformen oder Flohmärkte zurück. Das Problem dabei: Auf diesen Kanälen fehlt das Fachpublikum. Wer bereit wäre, den wahren Marktpreis zu zahlen, ist dort selten zu finden.

Bei einer öffentlichen Auktion hingegen konkurrieren Bieter aus aller Welt um dasselbe Stück. Dieser Wettbewerb treibt den Preis nach oben, besonders dann, wenn ein Teppich in eine gesuchte Kategorie fällt oder mehrere spezialisierte Sammler gleichzeitig interessiert sind. Das Auktionshaus Schreiber hat bereits Keshan-Teppiche für über 8.000 Euro versteigert, also deutlich mehr, als der Verkäufer auf einem Flohmarkt hätte erzielen können.

Hinzu kommt: Ein seriöser Teppichankauf durch ein Auktionshaus bedeutet für den Einlieferer keinerlei Aufwand. Sie übergeben das Stück, das Haus übernimmt alles Weitere.

Wer also einen Perserteppich verkaufen möchte und den bestmöglichen Erlös erzielen will, ist mit dem Weg über eine Auktion in der Regel deutlich besser beraten als mit einem Privatverkauf.

Das Auktionshaus Schreiber: Ihr Ansprechpartner für Orientteppiche im Taunus

Das Auktionshaus Schreiber aus Niedernhausen verfügt über jahrelange Erfahrung in der Bewertung und Versteigerung von Orientteppichen. Ob ein einzelner Perserteppich aus dem Nachlass, eine größere Sammlung oder ein Stück unbekannter Herkunft: Unser Team schaut genau hin und gibt Ihnen eine ehrliche, fundierte Einschätzung.

Wir begleiten Einlieferer im Großraum Wiesbaden, Frankfurt und Taunus und erreichen über unsere Online-Auktionen ein Sammlerpublikum weit über die Region hinaus. Die kostenlose Erstbewertung ist der erste Schritt, völlig unverbindlich und direkt.

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